Dienstag, 24. Juni 2008

Virtuelle Therapie auf Identity Island

Second Life als Therapie? Zunächst denkt man hierbei sicherlich an die fragwürdige Möglichkeit, virtuell alles ausleben zu können, was im richtigen Leben nicht funktioniert. Es geht aber auch anders. US-Wissenschaftler haben auf Identity Island, einer Insel im Second Life, eine Therapieeinrichtung für Alkoholsuchterkrankte ins Leben gerufen. Spiegel-online erzählt die Geschichte von Shelly, der diese Form von Therapie tatsächlich zu helfen scheint.

Warum auch nicht? Dass wir fremden Menschen im Internet mehr von uns erzählen als unseren besten Freunden, ist schließlich nichts Neues mehr. So liegt es nahe, dass die Hemmschwelle, einem Pixelpsychologen gegenüberzutreten, ebenfalls geringer auffällt. Niemand muss davon erfahren, wenn wir uns in Form eines Avatars in Therapie begeben, niemand muss wissen, wer wir sind, und niemand kann und daran hindern, die Verbindung mit einem Mausklick wieder abzubrechen.

Beeindruckender als die Ergebnisse der virtuellen Therapie, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden sollen, scheint jedoch die Erkenntnis, dass das zweite Leben der Realität nicht nur genauso nahe kommen kann wie das erste, sondern manchmal sogar näher.

Montag, 16. Juni 2008

Whrrl - Durch die Brille deiner Freunde

Wo könnte ich hingehen? Was würden meine Freunde sagen, wo ich hingehen soll? Und wo sind meine Freunde überhaupt? Einfach mal anrufen und fragen? Falsch! Das wäre schon viel zu viel Aufwand und sowieso zu persönlich. Wem farbige Punkte schon immer lieber waren als mühsame zwischenmenschliche Kommunikation, der kann sich jetzt freuen. In den nächsten Tagen erhält das iPhone eine neue Funktion: Mit der Software Whrrl hat die Firma Pelago das „Social Discovery“ erfunden. Whrrl bietet dem Nutzer seine persönliche Stadtkarte zum aktuellen Aufenthaltsort und verweist auf Locations in der Umgebung, die interessant sein könnten. Die Empfehlungen beziehen sich dabei sowohl auf eigene Interessenprofile als auch auf Bewertungen von Freunden. Und sollten diese es zulassen, zeigt Whrrl auch gleich noch an, wo sich die Freunde im Moment aufhalten. Wer sich spätestens jetzt zu gläsern fühlt, kann vom Usichtbarkeits-Feature Gebrauch machen. Diese Funktion soll die Privatsphäre schützen. Damit man sich auch mal wieder anrufen und mit der besten Freundin ungestört in die gemeinsame Lieblingskneipe gehen kann, die man sowieso schon seit Jahren kennt.

Freitag, 13. Juni 2008

Eine Hassliebe wird 25

Das Handy feiert heute seinen 25. Geburtstag, und auch wenn es zu seiner Geburtsstunde noch alles andere als handlich und erschwingbar war, so läutete der 13.Juni 1983 laut Spiegel-online doch das Zeitalter der totalen Erreichbarkeit ein.

Längst haben wir zu schätzen gelernt, spontan, flexibel und unpünktlich sein zu können. Und unser Kommunikationsverhalten hat sich nicht nur dahingehend geändert, dass wir Informationen überall und zu jederzeit empfangen, abrufen und weitergeben, sondern auch hinsichtlich des Umgangs mit dem schwindenden Recht auf Ungestörtheit. „Ich war nicht zu Hause“, diese unausgesprochene Erklärung für nicht beantwortete Kontaktaufnahme gilt schon lange nicht mehr. „Mein Akku war leer“, „ich hatte kein Guthaben mehr“ oder „ich habe den Klingelton für den tropischen Regenwald vor meinem Fenster gehalten“, versuchen wir uns heute vor der Forderung nach ständiger Verfügbarkeit zu schützen. Befragte in einer BBC Focus Studie wählten das Handy gar auf Platz zwei der schlimmsten Erfindungen. Nichts desto Trotz ist es aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und wird liebevoll mit Accessoires behängt und nicht aus den Augen gelassen.

Ob das Jubilar-Gerät nun zu beglückwünschen sei oder nicht, seine Entwicklung war ein Meilenstein in der Geschichte unserer heutigen Kommunikations- und Informationsgesellschaft. 33 Zentimeter lang war damals das erste Exemplar von Motorola, wog 800 Gramm und kostete stolze 3995 Dollar. 25 Jahre später passt das Handy problemlos in jede Hosentasche, und Deutschland hat mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner (Bitkom).

Donnerstag, 5. Juni 2008

Tooooor!


Nicht einmal der Mond bleibt diesen Sommer vom Fußballfieber verschont. Fiona und der Hörstern sind eifrig damit beschäftigt, Tore zu schießen. Und auch im Studio werden die Blechdosen hin- und hergekickt. Aus rein akustischen Gründen, versteht sich. Während alle Welt nach Österreich zur Fußball-EM fährt, kamen die Österreicher zu uns, um der neuen Folge von „Hörsterns Reisen“ eine ganz besondere Note zu verleihen. Diese wird am 6.6. online gehen, und ab sofort halten wir noch ein zusätzliches Bonbon für Euch parat: Unter jedem neuen Hörstern-Podcast findet Ihr nun passend zum jeweiligen Thema ein paar Links zu Lehrreichem und Unterhaltsamem. Frohes Mitfiebern! wünschen wir von audiooffice.