Freitag, 13. Juni 2008

Eine Hassliebe wird 25

Das Handy feiert heute seinen 25. Geburtstag, und auch wenn es zu seiner Geburtsstunde noch alles andere als handlich und erschwingbar war, so läutete der 13.Juni 1983 laut Spiegel-online doch das Zeitalter der totalen Erreichbarkeit ein.

Längst haben wir zu schätzen gelernt, spontan, flexibel und unpünktlich sein zu können. Und unser Kommunikationsverhalten hat sich nicht nur dahingehend geändert, dass wir Informationen überall und zu jederzeit empfangen, abrufen und weitergeben, sondern auch hinsichtlich des Umgangs mit dem schwindenden Recht auf Ungestörtheit. „Ich war nicht zu Hause“, diese unausgesprochene Erklärung für nicht beantwortete Kontaktaufnahme gilt schon lange nicht mehr. „Mein Akku war leer“, „ich hatte kein Guthaben mehr“ oder „ich habe den Klingelton für den tropischen Regenwald vor meinem Fenster gehalten“, versuchen wir uns heute vor der Forderung nach ständiger Verfügbarkeit zu schützen. Befragte in einer BBC Focus Studie wählten das Handy gar auf Platz zwei der schlimmsten Erfindungen. Nichts desto Trotz ist es aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und wird liebevoll mit Accessoires behängt und nicht aus den Augen gelassen.

Ob das Jubilar-Gerät nun zu beglückwünschen sei oder nicht, seine Entwicklung war ein Meilenstein in der Geschichte unserer heutigen Kommunikations- und Informationsgesellschaft. 33 Zentimeter lang war damals das erste Exemplar von Motorola, wog 800 Gramm und kostete stolze 3995 Dollar. 25 Jahre später passt das Handy problemlos in jede Hosentasche, und Deutschland hat mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner (Bitkom).

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